Essen im Feld? Schlingen. Würgen. verdauen. Isso!
Soldaten geben nicht nur beim Dienst für das Vaterland 100 Prozent. Auch am Esstisch vollbringt manch Kamerad Höchstleistungen.

In sieben Minuten das komplette Tagesmenü verputzen? Keine große Herausforderung. Die Truppenverpflegung verschwindet sogar schneller, als der Feldkoch für ihre Herstellung benötigt. Die Kost aus der Feldküche ist optimal auf solche Essgewohnheiten zugeschnitten. Gut zu kauen, leicht verdaulich und ohne belastende Vitamine. Dafür mit hinreichend Kalorien für sofortige Marsch- und Kampfbereitschaft.
Auf den Geschmack wird kein besonderer Wert gelegt. Warum auch? Es gilt nicht, Feinschmecker zu beglücken, sondern das Überleben zu sichern. So versteht man auch die sonderbaren Methoden der Nahrungsaufnahme, die viele Soldaten anwenden, um das Futter schnell in sich hinein zu schaufeln. Der Löffel wird als effizientes Werkzeug zweckentfremdet, um möglichst große Mengen in kurzer Zeit zur Luke zu befördern. Dann wird geschlungen und gewürgt, als könnte die Kost binnen Sekunden vergammeln.
Der Rest ist ein internes Problem, das der Soldat im Anschluss alleine lösen muss. Ein Marsch durchs Gelände oder Bodenturnen können die Verdauung unterstützen. Übrigens: Wer jetzt noch immer nicht nachvollziehen kann, warum Soldaten so schlingen, nehme ein Gericht aus dem EPA. Diese Kost langsam und genüsslich zu essen, dürfte Schwierigkeiten bereiten. Ist so, bleibt so. Widerstand zwecklos!
