Truppen

Scharfschützen – Spezialisierte Truppe der Bundeswehr

Eine Truppe Scharfschützen im Einsatz

Eine Truppe Scharfschützen im Einsatz

Ein Scharfschütze muss ausdauernd und leidensfähig sein. Ein großteil der Arbeit besteht darin, irgendwo verdeckt zu liegen und auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. In jeder Sekunde bereit zu sein den entscheidenden Schuss abzugeben. Dabei ist es sehr wichtig, dass die Soldaten ausreichend trinken. Wenn sich zu wenig Flüssigkeit im Körper befindet, lässt die Aufmerksamkeit nach. Zum Kapital der Scharfschützen gehören natürlich auch die Augen. Diese werden mit einer speziellen Brille vor Staub und Dreck geschützt.

Scharfschützen sind in der Lage ein Ziel in bis zu 800 m Entfernung zu treffen egal ob am Tag oder in der Nacht. Dabei zählen die Waffen G22, G82 und G3 ZF zur Grundausrüstung eines Scharfschützen. Dabei verfügen alle Gewehre über einen speziellen Tarnanstrich, der Helm ist so geformt, dass er den Nacken Nerv nicht abklemmt und die Wasserflaschen sind abgeklebt um Reflektionen der Sonne zu vermeiden. Die Hauptaufgaben einen Schützen sind Tarnen, Täuschen und Schießen.

Die Ausbildung eines Scharfschützen

Die Scharfschützen müssen sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, das es sich bei ihren Zielen um ein Menschenleben handelt. Jeder Soldat muss seinen Abschuss vor sich selbst rechtfertigen. Das Auswahlverfahren für Scharfschützen ist beinhart. An die 20 Männer versuchen sich daran ein Schütze zu werden. Am Ende bleiben von diesen 20 nur mehr drei bis fünf übrig. Die Männer müssen robust gebaut sein und Schmerzen wegstecken können. Außerdem müssen die Soldaten charakterlich gefestigt sein. Der Soldat wird nach der Ausbildung 8 – 12 Jahre verpflichtet um die langwierige Ausbildung nicht in den Sand zu setzen.

Scharfschützen gehören zu den Spezialisierten des Bundesheeres. Das heißt sie können mit allen fünf Waffen extrem gut umgehen und können frei operieren auch wenn sie weit von der Basis entfernt sind.  Um in solchen Situationen überleben zu können greifen die Soldaten auf die Einsatzverpflegung der Bundeswehr zurück. Außerdem muss ein Schütze in körperlicher Topform sein. Die über 30 Kilo schwere Ausrüstung muss oft an die 15 Kilometer transportiert werden. 

 

Gebirgstragtierkompanie – Zusammenspiel zwischen Mensch und Tier

Das Maultier, ein treuer Begleiter des Soldaten.

Schon seit tausenden von Jahren setzt der Mensch im Krieg auf die Hilfe von Tieren. In Bad Reichenhall befindet sich mit dem Einsatz- und Ausbildungszentrum für Gebirgstragwesen die einzige Einheit, welche über Pferde verfügt. Dort befinden sich über 50 Maultiere und Haflinger. Das Militär verfügt über hochmoderne Techniken, schwört jedoch trotzdem noch auf die Hilfe der Tiere.

Maultiere, umgangssprachlich “Mulis” genannt, erreichen Regionen, welche für moderne Maschinen nicht zugänglich sind. Beim Maultier handelt es sich um eine Kreuzung zwischen Esel und Pferd. Die positiven Eigenschaften der beiden Tiere werden vererbt. Somit ist das Maultier ausdauernd, trittsicher und intelligent. Die Tiere dienen als Transportmittel und unterstützen die Soldaten somit in Höhen und bei Wetterlagen, welche für Helikopter und Co unerreichbar sind. Maultiere werden zum Beispiel verwendet um Waffensysteme über schwer passierbare Bergpfade zu transportieren oder um Soldaten mit Vorräten zu versorgen wo moderne Maschinen an ihre Grenzen kommen. Ein Tier kann bis zu 180 Kilogramm schleppen.

Eine Ausbildung zum Tragtierführer dauert 8 Wochen. Bis das Tier dem Soldaten voll vertraut dauert es circa ein Jahr. Ein Investment, welches sich bezahlt macht, denn im Durchschnitt arbeiten Tier und Mensch 17 Jahre zusammen. Es entwickelt sich eine emotionale Bindung zwischen den beiden. Diese ist auch nötig, denn das Tier muss seinem Herrn auch in brenzlichen Situationen folgen und gehorchen. Für die professionelle Ausstattung der Tiere sorgen die Hufschmiede der Bundeswehr. Hufschmiede gibt es nur in der Gebirgsjägerbrigade 23.

 

Fallschirmjäger immer die Ersten im Kampf

Wenn die Bundeswehr einen Einsatz hat, sind die Fallschirmjäger immer die Ersten am Zielort. Dazu springen sie aus bis zu 10.000 Metern Höhe ganz gleich ob bei Tag oder Nacht. Die Ausbildung zum Fallschirmjäger ist physisch wie psychisch eine Herausforderung. Die Soldaten müssen für einen Erfolgreichen Abschluss an ihre Grenzen gehen. Das Verletzungsrisiko in sowie nach der Ausbildung ist aufgrund der gefährlichen Arbeit sehr hoch. Die Fallschirmjäger sind immer die Ersten wenn es zu brenzlichen Situationen kommt. Daher gehören sie auch zu den am besten ausgebildeten Infanterieeinheiten der Bundeswehr. Um es zum Fallschirmjäger zu schaffen, muss man ein zäher Genosse sein.

Vor dem Absprung müssen Details über die Landezone gesammelt werden. Das Terrain sowie die Wetterbedingungen spielen eine wesentliche Rolle. Entscheidende Parameter wie Windstärke und Luftdruck werden von der Radiosonde bereitgestellt. Zuerst springt eine kleine Spezialtruppe und sichert die Ausrüstung sowie die Landezone damit das Zielgebiet für weitere Einheiten der Bundeswehr sicher ist.

Die Spezialkräfte der Bundeswehr

Spezialkräfte der Bundeswehr im Einsatz.

Ob die Befreiung von Staatsbürgern aus der Gefangenschaft, die Vereitelung von Terroranschlägen oder die Überwachung und Aufklärung geheimer Missionen, all das sind Aufgaben der Spezialeinheiten der Bundeswehr.

Das Aufklärungsbataillon 8, bestehend aus 500 Soldaten, in Freyung beschäftigt sich mit der Überwachung und Aufklärung des Gebiets. Dabei verwenden sie modernste Technik. Für den Bodeneinsatz verwendet das Aufklärungsbataillon 8 Fennek, Fuchs und Yak. In der Luft dienen Aladin, Kzo und Luna als Augen und Begleiter.

Der Kommandotrupp der Bundeswehr setzt sich in der Regel aus vier Kommandosoldaten zusammen und steht für spezielle Einsätze zur Verfügung. Je nach Auftrag werden weitere Soldaten als Unterstützung hinzugefügt. Der Breacher, auch Öffnungstechniker genannt, kümmert sich um verschlossene Türen und verschafft seinen Kollegen Zugang in versperrte Zonen. Der Gefechtsstand, oder Tactical Operations Center, überwacht den operativen Fortschritt der Mission. Der Spezialist für Funk, auch Master Signal genannt, stellt sicher, dass die Kommunikation immer aufrecht gehalten wird. Kommt es bei einem Einsatz zu Verwundeten kümmert sich der Medic, Combat First Responder, darum. Die Stürmung des Gebäudes übernimmt der Waffenspezialist auch Assaulter genannt. Der Assaulter ist auch im Umgang mit speziellen Waffen geübt wie zum Beispiel dem Granatwerfer oder der Panzerfaust.

Das Führungsunterstützungsbataillon 381 sorgt in Storkow, mithilfe von Satellit, Bündelfunk und Richtfunk, für die Aufrechterhaltung der Kommunikation. Die 560 Soldaten halten die Funkverbindung im Einsatz sowie in die Heimat aufrecht. Dank den 381er ist es überhaupt noch möglich einen Einsatz in Storkow zu leiten.